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NATHAN DER WEISE

Gotthold Ephraim Lessing

Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge: Vor der Stadt, in der der Sultan Saladin herrscht,  liegen die Tempelritter, die Jerusalem zurückerobern wollen. Der wohlhabende Jude Nathan kehrt von einer Geschäftsreise zurück und erfährt, dass seine Pflegetochter Recha von einem Tempelherrn aus seinem brennenden Haus gerettet wurde. Die Jüdin und der Christ verlieben sich ineinander – und dann wird Nathan zum Sultan bestellt, der Antwort auf eine delikate Frage verlangt: Welcher Glaube ist der einzig wahre und richtige?


Nachdem Lessing aufgrund eines religiösen Disputs das Recht zu publizieren entzogen worden war, schrieb er 1778 den Nathan – „In meiner alten Kanzel, auf dem Theater“erschuf er seine Utopie der Versöhnung der drei großen monotheistischen Religionen und verhandelt vor dem Hintergrund einer Familien- und Liebesgeschichte die Fragen nach Toleranz, Menschlichkeit und Respekt.


Der Leitende Schauspielregisseur Dominique Schnizer fragt Lessings dramatisches Gedicht von heute aus: Sind wir seiner Utopie nähergekommen oder wird sie für immer ein Traum bleiben angesichts einer Welt, die sich so gar nicht tolerant und friedfertig zeigen will?


Fotos: Marek Kruszewski


Die Vorstellung dauert ca. 1 Stunde, 45 Minuten, keine Pause.

TERMINE & KARTEN

17.08.2017

Do. | 19:30 Uhr

19.08.2017

Sa. | 19:30 Uhr

20.09.2017

Mi. | 19:30 Uhr

18.10.2017

Mi. | 19:30 Uhr

BESETZUNG

Inszenierung Dominique Schnizer
Bühne/Kostüme Christin Treunert
Dramaturgie Jens Peters

Sultan Saladin Andreas Möckel
Sittah, seine Schwester Marie Bauer
Nathan, ein reicher Jude in Jerusalem Ronald Funke
Recha, seine angenommene Tochter Elaine Cameron
Daja, eine Christin, aber im Haus des Juden Cornelia Kempers
Ein junger Tempelherr Niklas Bruhn
Al-Hafi Oliver Meskendahl
Der Patriarch von Jerusalem Klaus Fischer
Ein Klosterbruder Johannes Bussler
Volk Projektgruppe Nathan

PRESSESTIMMEN

„Dieser NATHAN steht auf der Höhe einer Zeit, die von Terrorgefahr, religiösem Fundamentalismus und eiferndem Rechtspopulismus vergiftet ist. […]Lessings NATHAN als Skript eines Kampfes der Kulturen: Die Darsteller setzen das harsche Regiekonzept engagiert um – allen voran Ronald Funke, der Nathan als traumatisiertes Opfer gibt, das sich Versöhnung schmerzhaft abringen muss. [...] Dieser Osnabrücker NATHAN ist nichts für Puristen hehren Klassikerkultes. Dafür liefert er Stoff für kontroverse Diskussionen.“ Stefan Lüddemann, Neue Osnabrücker Zeitung, 30.1.2017

„Ein eindringlicher und nachhaltig wirkender Abend! […] Ronald Funke als Nathan spielt nuancenreich, bestens temperiert mit Herz, Kopf und Präsenz – besser kann die Rolle nicht besetzt sein. […] Alles richtig gemacht, ein unbedingt empfehlenswerter Abend!“ Werner Hülsmann, Osnabrücker Nachrichten, 5.2.2017

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