Sanierung

Das Theater am Domhof ist in die Jahre gekommen und bedarf dringend einer Sanierung. Einige Anlagenteile sind inzwischen weit über 40 Jahre alt. Bereits jetzt ist es eine große Herausforderung, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Geplant sind nun drei Bauphasen. Zunächst der Bau eines Probenzentrums mit Kostümwerkstätten, dann die Sanierung des Theater am Domhof und im Anschluss die Errichtung neuer Dekorationswerkstätten.

Warum wird ein neues Probenzentrum benötigt?

Aufgrund der Anforderungen an eine moderne und energieeffiziente Lüfttungstechnik werden zukünftig erheblich mehr Technikflächen benötigt. Da das Theater am Domhof nicht wesentlich vergrößert werden kann, ist ein externes Probenzentrum mit zwei großen Probebühnen und einer kleinen erforderlich, um den nötigen Platz zu schaffen. Zurzeit sind die Probebühnen wesentlich kleiner als die Hauptbühne im Theater am Domhof. Zudem fehlen den Probenbühnen aktuell Garderoben und Lagerräume. Mit Probebühnen in Originalmaßen können die organisatorischen Abläufe vereinfacht und die künstlerische Arbeit erheblich verbessert werden.

Nach langer Suche wurde zunächst an einem Standort auf dem Gelände der ehemaligen Limberg Kaserne geplant. Hier sollte das Probenzentrum zusammen mit Dekorations- und Kostümwerkstätten sowie modernen Fundusräumen entstehen. Die Werkstätten sind zurzeit in einem angemieteten ehemaligen Fliesenhandel im Hafengebiet untergebracht, auf lange Sicht dort aber weder organisatorisch noch wirtschaftlich sinnvoll.

Herz-Jesu-Kirche als Chance

Kurz vor Abschluss einer wichtigen Planungsphase am Standort Limberg hat sich allerdings eine aus vielerlei Hinsicht interessantere Lösung abgezeichnet: Die nicht mehr genutzte und bereits profanierte Herz-Jesu-Kirche in der Innenstadt. Das Bistum Osnabrück möchte das Gebäude für eine sinnvolle Nachnutzung abgeben. Zusätzlich können weitere angrenzende Grundstücke im direkten Umfeld genutzt werden.

Mit den Anforderungen aus den Planungen zum Standort Limberg konnte kurzfristig im Rahmen einer Machbarkeitsstudie ermittelt werden, ob ein Probenzentrum um die Herz-Jesu-Kirche entstehen kann. Die Erkenntnis: Die Planungen ermöglichen drei Probebühnen und Räume für die Kostümwerkstätten. Weitere Vorteile an diesem Standort sind die Nähe zum Theater, die Probebühne in der Kirche kann auch als Bühne für öffentliche Veranstaltungen dienen und es gibt mehr Chancen auf öffentliche Förderung.

Im nächsten Schritt ist geplant, dass der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 30. Juni 2026 über die Standortfrage und das weitere Vorgehen entscheidet.

Sollte die Entscheidung für den Standort Herz-Jesu-Kirche fallen, folgt ein europa-weites Vergabeverfahren zur Beauftragung eines Planungsbüros. Mit diesem werden dann Detailplanungen erstellt und die Kosten ermittelt. Ein Baubeginn ist frühestens 2029 realistisch. Parallel bewirbt sich die Stadt um Fördermittel z. B. aus dem Städtebauförderungsprogramm „Lebendige Zentren“.

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