REALITY CHECK

10.000 h

Vortrag · emma-theater
17:00 Uhr

Um zu beschreiben, wann ein hohes Maß an Einübung – etwa bei der Beherrschung eines Musikinstruments – erreicht ist, wird in etlichen Forschungspapieren ein Richtwert von rund 10.000 Stunden genannt. Würde jemand also 250 Wochen à 40 Arbeitsstunden einer einzigen Sache nachgehen (ca. 5 Jahre Arbeit), dann wäre entsprechend dieser Spekulation jene Art von Könnerschaft erreicht, bei der von „Immersion“ die Rede ist: das Eintauchen oder die Versenkung in eine jeweilige Handlung. Der Vortrag geht diesem und anderen Immersionsphänomenen kritisch anhand (a) meditativer Mentalpraktiken, (b) des Handwerks sowie (c) des Jahrmarktsspektakels nach. Anhand des so entstehenden Bedeutungsspektrums soll klarer werden, mit welchem Immersionsbegriff das Theater konfrontiert ist.

Eintritt frei, mit Anmeldungen unter: karten@theater-osnabrueck.de 

Besetzung


MIT
Andreas Wolfsteiner

Andreas Wolfsteiner ist Professor für Angewandte Theaterwissenschaft am Institut für Theaterpädagogik der Hochschule Osnabrück und wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Archivs für Theaterpädagogik (DATP). Vertretungsprofessuren an der Freien Universität Berlin und der Universität Hildesheim. Gastprofessur am Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik der Humboldt-Universität zu Berlin »Vielfalt der Wissensformen/Diversity of Knowledge« (2017/18). Promotion 2008 am Graduiertenkolleg »Körper-Inszenierungen«, Freie Universität Berlin, mit einer Untersuchung zur Geschichte und Theorie von Interfaces (»Der formatierte Körper«, 2011); Postdoktorand am Internationalen Graduiertenkolleg »InterArt/Interart Studies«; wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theater, Medien und Populäre Kultur der Universität Hildesheim. Habilitation im Jahr 2016 mit der Schrift »Sichtbarkeitsmaschinen. Zum Umgang mit Szenarien« (2018 erschienen).