2. SINFONIEKONZERT

Schicksalsklänge

15.11.2021 20:00 Uhr・OsnabrückHalle, Europasaal
Im Anschluss Konzertlounge

Manfred Trojahn „In mezzo alle ombre“ (UA)
Alban Berg Violinkonzert „Dem Andenken eines Engels“
Johannes Brahms Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Die Pflege zeitgenössischer Musik ist Teil der Identität des Osnabrücker Symphonieorchester. Mit Manfred Trojahns In mezzo alle ombre wird ein Werk eines der profiliertesten Komponisten unserer Zeit uraufgeführt.

Ein Visionär war auch Alban Berg, der zu den wichtigsten Vertretern der Zweiten Wiener Schule zählt. Als er den Auftrag zur Komposition eines Violinkonzerts für den berühmten Virtuosen Louis Kastner erhielt, steckte er mitten in der Arbeit an seiner Oper Lulu, sodass er das Konzertprojekt zunächst zurückstellte. Dann aber erreichte ihn die Nachricht vom plötzlichen Tod der erst achtzehnjährigen Manon Gropius, der Tochter von Alma Mahler-Werfel und Walter Gropius. Berg unterbrach die Arbeit an der Oper und setzte Manon mit seinem Violinkonzert ein klingendes Denkmal, das bis heute zu seinen meistgespielten Kompositionen zählt. Das Werk beeindruckt durch seine Vielschichtigkeit und die subtile Arbeit mit bekannten Motiven, wie dem Wiener Walzer und dem Choralwerk Johann Sebastian Bachs. Den Solopart übernimmt mit Frank Peter Zimmermann einer der bedeutendsten Geiger der Gegenwart.

WeiterlesenDen Abschluss des Konzerts bildet mit Brahms’ Vierter ein Klassiker des sinfonischen Repertoires. Lange schwebte über Brahms der Nimbus des „Erben Beethovens“. Zwar sah sich Brahms dem großen Bonner Meister verp"ichtet, haderte aber zugleich auch mit dessen großen Fußstapfen. In seiner überaus originellen letzten Sinfonie emanzipierte er sich endgültig von allen Vorbildern und setzte seinem sinfonischen Opus einen grandiosen Schlussstein.

Besetzung


Dirigent: Andreas Hotz
Solist: Frank Peter Zimmermann (Violine)

Mit freundlicher Unterstützung