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MATTI UND SAMI UND DIE DREI GRÖSSTEN FEHLER DES UNIVERSUMS

Salah Naoura / ab 10 Jahren

„Der Beste muss mitunter lügen; zuweilen tut er’s mit Vergnügen.“ Wilhelm Busch brachte bereits das Dilemma auf den Punkt, für einen „guten Zweck“ die Lüge der Wahrheit vorzuziehen.
Die meisten von uns kommen ohne ihre tägliche Dosis von Unwahrheiten nicht über den Tag. Anders ist das bei dem 11-jährigen Matti, der zusammen mit seinem kleinen Bruder Sami gegen die Lüge, diesen „Fehler des Universums“, ins Feld zieht. Das gestaltet sich noch einigermaßen einfach bei einem Aprilscherz (Delfine in einem Ententeich) und bei dem Geflunker ihrer Eltern, sie würden seit Jahren für bedrohte Tiere spenden. Brenzlig wird es erst beim dritten „Fehler des Universums“, bei dem es sich um eine faustdicke Lüge handelt. Papa Sulo protzt nämlich vor seinem Bruder, als erfolgreicher Softwareentwickler stünde sein Umzug mit der Familie in die Schweiz kurz bevor. Um das Unmögliche noch Wirklichkeit werden zu lassen, greift Matti zu sehr zweifelhaften Mitteln, die dazu führen, dass die Familie in Finnland strandet, ohne Haus, ohne Auto, ohne Geld, und nicht mehr weiter weiß. Auch wenn das nicht das Ende der Geschichte ist …


MATTI UND SAMI erzählt wunderbar leichtfüßig von der schmalen Gratwanderung zwischen Wahrheit und Lüge und von der Doppelmoral der Erwachsenen. Der deutsch-syrische Kinderbuchautor und -übersetzer Salah Naoura hat mit dieser preisgekrönten Geschichte das seltene Kunststück vollbracht, in einer bestrickenden, komischen Erzählung zum Nachdenken über wesentliche Fragen des Miteinanders anzuregen, ohne dabei aufdringlich zu moralisieren.


MATTI UND SAMI wird nach ERNST UND FALK die zweite Inszenierung in Osnabrück sein, für die die Regieassistentin Birga Ipsen sich verantwortlich zeichnet.


Fotos: Uwe Lewandowski


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BESETZUNG

Inszenierung Birga Ipsen
Bühne, Kostüme Janine Hagedorn
Dramaturgie Marie Senf

Matti / Sami  Johanna Franke
Sami / Mutter / Onkel Jussi / Junge / Bankangestellte / Makkru  Soheil Emanuel Boroumand
Vater / Turo / Mann  David Krzysteczko

PRESSESTIMMEN

„Insgesamt ist Birga Ipsen eine kurzweilige, lustige Inszenierung über Doppelmoral und Notlügen gelungen, die mit Mattis Vorstellung des Universums durchaus konform geht: Alles ist in Bewegung, und trotzdem ist alles an seinem Platz.“ Uta Biestmann-Kotte, Neue Osnabrücker Zeitung, 5.3.2018

„Ehrlich, witzig, warmherzig und voller Gefühl! [...] Das dreiköpfige Oskar-Ensemble beweist mal wieder seine Wandlungsfähigkeit und spielt mal eben elf Rollen. [...] Es ist eine wunderschöne Vater-Mutter-Sohn-Geschichte, eine Familiengeschichte, eine Geschichte über den Mut, etwas Neues zu wagen. Eine Geschichte wie das Leben! [...] Die Qualität der Oskar-Produktionen begeistert immer wieder [...].“ Werner Hülsmann, Osnabrücker Nachrichten, 7.3.2018

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