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FIDELIO

Große Oper in zwei Aufzügen von Ludwig van Beethoven, op. 72

Text von Joseph Sonnleithner und Friedrich Treitschke


Ludwig van Beethovens einzige Oper FIDELIO ist wie seine Neunte Sinfonie Ausdruck der unstillbaren Hoffnung nach Freiheit und Gerechtigkeit. Mit der Kraft der Verzweiflung und der Liebe macht sich Leonore auf die Suche nach ihrem Ehemann Florestan, der gegen jedes Recht und Gesetz eingekerkert ist. Um ihn zu retten, setzt sie das eigene Leben ein. Sie muss sich selbst verleugnen, um den Weg zu ihm zu finden: Als Mann verkleidet begibt sie sich unter dem Namen Fidelio in das Gefängnis des Gouverneurs Pizarro. Sie spielt ihre Rolle so überzeugend, dass Marzelline, die Tochter des Gefängniswärters Rocco, sich in den vermeintlichen Jüngling verliebt. Leonore kann im letzten Moment verhindern, dass Florestan ermordet wird. In einem überwältigenden Finale feiert Beethovens Musik den Triumph der Liebe und der Freiheit über Folter und Unrecht. Beethoven hat der Oper mit FIDELIO einen neuen Weg gewiesen, Drama und Musik durchdringen sich im Dienste einer großen Idee.
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) nahm mehrere Anläufe, bis schließlich 1814 unter seiner  Leitung die endgültige Fassung im Wiener Theater am Kärntnertor uraufgeführt wurde. Dabei trat der Singspielcharakter immer mehr in den Hintergrund, während Leonore immer weiter ins Zentrum rückte. FIDELIO erzählt die Tragödie einer Frau, die alles versucht, um sich der Gewalt entgegenzustemmen und dabei riskiert, sich selbst zu verlieren. Wie zu Anfang des 19. Jahrhunderts bleibt auch heute die Frage unbeantwortet, ob aus der Utopie einmal die Wirklichkeit einer friedlichen Welt werden kann?


Yona Kim inszeniert bereits zum vierten Mal am Theater Osnabrück, zuletzt wurde ihre LOHENGRIN-Regie von Presse und Publikum gefeiert. Aktuell arbeitet sie an der Hamburgischen Staatsoper und am Nationaltheater Mannheim.


Die Vorstellung dauert ca. 2 Stunden und 10 Minuten – eine Pause.


Fotos: Jörg Landsberg

30 Minuten vor jeder Vorstellung findet eine Einführung im Oberen Foyer statt.

TERMINE & KARTEN

24.10.2018

Mi. | 19:30 Uhr

02.11.2018

Fr. | 19:30 Uhr

04.11.2018

So. | 15:00 Uhr

09.11.2018

Fr. | 19:30 Uhr

09.12.2018

So. | 19:30 Uhr

26.12.2018

Mi. | 19:30 Uhr

06.01.2019

So. | 15:00 Uhr

11.01.2019

Fr. | 19:30 Uhr

31.01.2019

Do. | 19:30 Uhr

18.04.2019

Do. | 19:30 Uhr

BESETZUNG

Musikalische Leitung Andreas Hotz
Inszenierung Yona Kim
Bühne Alexandre Corazzola
Kostüme Falk Bauer
Video Siegfried Köhn
Dramaturgie Ralf Waldschmidt
Choreinstudierung 
Sierd Quarré

Don Fernando Jan Friedrich Eggers
Don Pizzaro Rhys Jenkins
Florestan Andreas Hermann
Leonore Susann Vent-Wunderlich
Rocco José Gallisa
Marzelline Erika Simons
Jaquino Daniel Wagner
1. Gefangener Mario Lee
2. Gefangener Silvio Heil

Opernchor und Extrachor des Theaters Osnabrück
Osnabrücker Symphonieorchester
Statisterie des Theaters Osnabrück

PRESSESTIMMEN

„Als musikalischer Genuss konnte die Beethoven-Oper ‚Fidelio‘ bei der Premiere am Samstag am Osnabrücker Theater überzeugen. […] Erika Simons, Jan Friedrich Eggers, José Gallisa, Rhys Jenkins und Daniel Wagner überzeugen allesamt in den mittelgroßen und kleinen Rollen, vor allem aber Susann Vent-Wunderlich und Andreas Hermann als Leonore und Florestan. […] Susann Vent-Wunderlich […] zeigt eine facettenreiche Leonore. […] Vent-Wunderlichs große Intensität ist ein Glücksfall für diese Inszenierung, die konsequent Leonore in den Fokus nimmt.“ – Jan Kampmeier, Neue Osnabrücker Zeitung, 1.10.2018

„So wie der Gast-Tenor Andreas Hermann […] diese nicht immer einfachen Passagen gestaltet, mit eindrucksvoll viel Spielraum in seiner großen Stimme, hätte man allzu gerne noch mehr davon gehört. […] Allen voran Susann Vent-Wunderlich, die in ihrer Rolle als Leonore bzw. Fidelio streckenweise durchaus auf Augen- und Ballhöhe mit Andreas Hermann singt und agiert. […]Ein düsterer Abend, hochpolitisch, durchaus erlebenswert. Zumal in düsteren Zeiten wie den unsrigen, in denen die Freiheit schon wieder auf dem Spiel steht.“ – Thomas Achenbach, Osnabrücker Nachrichten, 3.10.2018

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