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KLANG_RAUM

Giovanni Gabrieli CANZON A 20
Ludwig van Beethoven Klaviersonate Nr. 14 op. 27 (MONDSCHEINSONATE), 1. Satz
Gyorgy Kurtág QUASI UNA FANTASIA
Richard Wagner VORSPIEL und KARFREITAGSZAUBER aus PARSIFAL
Charles Ives CENTRAL PARK IN THE DARK und THE UNANSWERED QUESTION
Arthur Honegger PACIFIC 231


Im 3. Sinfoniekonzert fokussiert sich das Osnabrücker Symphonieorchester auf Werke, die per se die Orchesterstrukturen aufbrechen und den Zuhörenden zum Teilhabenden eines ungewöhnlichen Klangerlebnisses werden zu lassen. Zu Beginn steht eines der ältesten veröffentlichten Orchesterwerke, ein Auszug aus Giovanni Gabrielis SYMPHONIAE SACRAE und eindrückliches Beispiel der Venezianischen Mehrchörigkeit. Im Rückgriff auf Ludwig van Beethovens MONDSCHEINSONATE, deren erster Satz ebenfalls erklingen wird und in der Beethoven QUASI UNA FANTASIA die Motivik entwickelt hat, schuf György Kurtág seine Raumkomposition mit gleichem Titel wie der Beethovensche Untertitel. „Zum Raum wird hier die Zeit“ ist das Schlüsselwort zum Verständnis des Grals, das Gurnemanz seinem neuen Schützling Parsifal mit auf den Weg zu den Gralshütern gibt, und gleichzeitig für den Komponisten Richard Wagner der Leitfaden für die großartige Musik des KARFREITAGSZAUBERS. Unter dem Titel TWO CONTEMPLATIONS führte Charles Ives zwei Kompositionen zusammen, die ebenfalls das Thema „Raum“ interpretieren: CENTRAL PARK IN THE DARK ist eine musikalische Umsetzung der Höreindrucke einer Person, die sich abends im Central Park aufhält, während sich das Schwesterstück THE UNANSWERED QUESTIONT auf eine transzendentalere Ebene begibt und das ‚Schweigen der Druiden‘ thematisiert. Das zum Abschluss erklingende PACIFIC 231 des Schweizer Komponisten Arthur Honegger wiederum setzt die mechanischen Bewegungsaspekte einer Zugfahrt – Stillstand – Anfahren – Beschleunigen – Abbremsen – Anhalten – in Musik um.


Konzertlounge im Anschluss an das Konzert mit Nami Ejiri, Marc Niemann und Maximilian Maier, Moderation: Christoph Lang

BESETZUNG

Dirigent Marc Niemann
Solistin Nami Ejiri (Klavier)
Moderation Maximilian Maier

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