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EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL

Wolfram Lotz

Was ist die Handlung des Stücks?, fragen sich Lum und Purl Schweitzke, zwei kleine verkrüppelte Figuren, die sich nach einer Aufgabe sehnen; einem Grund, da zu sein. Sie beschließen: Ein gemeinsames Kind, dafür lohnt es sich zu leben. Schnell merken sie, dass sie ihr Schicksal nicht beeinflussen können, da ihr Leben in diesem Theaterstück festgeschrieben steht. Vielleicht kann der LdF, der Leiter des Fortgangs, helfen? Dieser gibt Personen aus Historie und Medien die Möglichkeit, ihre Botschaft über eine Apparatur ins All zu senden. Die sprachliche Verknappung ihrer Existenz, ein Wort, ein Leben. Doch was für eine Nachricht ist wertvoll genug, um als Essenz menschlichen Seins zu gelten? Hilft der Alleinerziehende Klaus Alberts, der um seine tote Tochter Hilda trauert? Oder der Forscher Rafinesque, vielleicht der Politiker Pofalla? Die wiedergeborene Hilda, der auferstandene Kleist? Und gibt es ein Mittel gegen die Tatsache, dass man sterben muss, dass das All womöglich nur eine heillose Explosion ist? Der vielfach preisgekrönte Dramatiker Wolfram Lotz zeigt in seinem zweiten Stück ein so skurriles, poetisch schwebendes wie abgründig verzweifeltes Kaleidoskop des Seins, in dem die Figuren fortwährend um die ersten und letzten Fragen ringen – die Unzumutbarkeit der eigenen Sterblichkeit wie die, was es eigentlich wert ist, erzählt zu werden.


Regisseurin Jana Vetten erforscht in ihren Arbeiten immer wieder die Grenzen zwischen Sprechtheater, zeitgenössischem Tanz und Objekttheater und begeisterte beim SPIELTRIEBE 7-Festival 2017 mit ihrer Inszenierung I AM A BIRD NOW Publikum wie Kritiker*innen. Sie inszeniert u. a. am Staatstheater Mainz und am Anhaltischen Theater Dessau und mit EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL zum zweiten Mal in Osnabrück.


EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL feiert am 8.5.2020 im emma-theater Premiere.

BESETZUNG

Inszenierung Jana Vetten
Bühne, Kostüme Eugenia Leis
Dramaturgie Marie Senf

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