SAŠA STANIŠIĆ

Herkunft

Schauspiel ・Theater am Domhof
Dauer ca. 1 Stunde 55 Minuten, keine Pause

In einer Fassung des Theater Osnabrück.

„Höhepunkt der Schauspielsaison“

- Christine Adam, NOZ

Saša Stanišić feiert in seinem 2019 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Roman „Herkunft“ die Schönheit der Sprache. Er beschreibt die Flucht seiner Familie vor dem Jugoslawienkrieg nach Deutschland und seine spätere Suche nach den Erinnerungen an eine mögliche Heimat in Bosnien. Sein Erzählen mäandert durch die unterschiedlichsten Perspektiven und Gedanken, viele Ebenen verschwimmen dabei assoziativ und unverhüllt ineinander. Jedoch präsentiert der Roman ausschließlich Fakten. Vielleicht steht er auch deshalb noch immer auf den SPIEGEL-Bestsellerlisten – erzählt wird (s)eine Familiengeschichte zwischen dem ehemaligen Jugoslawien und heutigen Bosnien sowie Deutschland von den 90er-Jahren bis heute.

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Abschweifung wird in Stanišićs „Herkunft“ zum Grundprinzip des Erzählens. Zwischen Erfindung und Erinnerung fragt der Text: Wer bin ich und was ist Heimat? Und beschreibt darüber hinaus eine fragmentierte und zersplitterte Flucht, die – bedenkt man die aktuellen, teils menschenverachtenden Grenz- und Einwanderungspolitiken – kaum mehr zielgerichtet auf eine erfolgreiche Ankunft hinlaufen kann. Die Bühnenfassung bewahrt eine große Nähe zur Vorlage und nimmt auf diese Weise den mosaikhaft angelegten Originaltext ernst. Figuren der Familie Stanišić, aus verschiedenen Generationen in verschiedenen Kulturen beheimatet, beleben und spielen so die erzählende Autorenrede.

 

EINFÜHRUNGEN
Jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn finden zu dieser Inszenierung Einführungen im oberen Foyer statt. 

07.06.2022Di. 19:30
12.06.2022So. 19:30
17.06.2022Fr. 19:30
26.06.2022So. 19:30
07.07.2022Do. 19:30

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Besetzung


Otiti Engelhardt
Stefan Haschke
Janko Kahle
Thomas Kienast
Mario Lopatta
Pujan Sadri

 

TEAM

Inszenierung: Christian Schlüter
Bühne und Kostüme: Julia Hattstein
Lichtdesign: Ernst Schießl
Musik: Radek Fedyk 
Dramaturgie: Claudia Lowin
Theatervermittlung: Sophia Grüdelbach, Dietz von Czettritz
Regieassistenz, Abendspielleitung: Jamie Trautmann
Ausstattungsassistenz: Lucia Frische  
Inspizienz: Luisa Rubel
Soufflage: Astrid Willnow-Herrmann
Bühnenmeister: Thomas Niemeyer
Beleuchtung: John Ossowitzki, Ernst Schießl
Ton: Ralf Berning, Jasper Coelen
Requisite: Nina Paulsmeyer, Volker Witte
Maske: Ina Bollien
Garderobe Damen: Naomi Michel
Garderobe Herren: Anja Peters, Christian Schmidtke

 

FOTO
Birgit Hupfeld

Pressestimmen


„Intelligenz, warmherzigen Offenheit einer Identitätssuche, klug zupackende Regie und ein Ensemble, das nun spürbar zusammengewachsen ist: ein Abend durchaus zum Verlieben, wie auch der langanhaltende, rhythmische Applaus erkennen lässt.“ - Christine Adam, NOZ