KAROL RATHAUS

Fremde Erde

Libretto von Kamilla Palfy-Waniek

Premiere 02.10.2021・Theater am Domhof

EINFÜHRUNGEN
Jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn finden zu dieser Inszenierung Einführungen im oberen Foyer statt. 

Semjin, ein Arbeiter aus Osteuropa, ist mit seiner Verlobten Anschutka und deren Vater auf dem Weg nach Südamerika, in der Hoffnung, jenseits des Atlantiks ein besseres Leben zu finden. An Bord des Auswandererschiffes befindet sich auch die reiche Minenbesitzerin Lean Branchista, die den attraktiven Semjin vom Fleck weg in ihre berüchtigten Salpeterminen engagiert. Zwischen der Kapitalistin und dem Arbeiter kommt es zu einer heftigen Affaire. Semjin, zerrissen von seiner Kritik an den ausbeuterischen Verhältnissen in den Minen und seiner Leidenschaft zu Lean, flieht schließlich nach New York, um wieder zurückzukehren nach Europa. In den Docks trffit er auf die todkranke Anschutka, die in seinen Armen stirbt. Verzweifelt und desillusioniert schreit Semjin nach einer Arbeit, „an der man schnell krepiere!“

WeiterlesenKarol Rathaus wurde 1895 in Galizien als Sohn jüdischer Eltern geboren und gehörte selbst zu denen, die ihre Heimat verlassen mussten und in Amerika auf ein neues, sichereres Leben hofften. Als Meisterschüler Franz Schrekers konnte er sich früh vom dominierenden Einfluss seines Lehrers befreien und fand eine Musiksprache, die an sich tonal gebunden blieb, sehr wohl aber die unterschiedlichen Strömungen der 1920er Jahre – wie Zwölftontechnik, Jazz und Agitprop – aufgriff.

Seine selten gespielte Oper Fremde Erde wurde 1930 an der Berliner Staatsoper unter großer Medienaufmerksamkeit und mit Erich Kleiber am Pult uraufgeführt. Sie zeigt den Kontrast zwischen Neuer Welt und alten Überzeugungen, dem Zerbrechen der Hoffnung der Auswanderer und einem nicht zu bändigenden Raubtierkapitalismus.

02.10.2021Sa. 19:30
08.10.2021Fr. 19:30
10.10.2021So. 15:00
26.10.2021Di. 19:30

Besetzung


Musikalische Leitung: Andreas Hotz
Inszenierung: Jakob Peters-Messer
Bühne und Kostüme: Markus Meyer
Choreinstudierung: Sierd Quarré
Dramaturgie: Juliane Piontek
Regieassistenz, Abendspielleitung: Stephanie Schümann
Studienleitung: Markus Lafleur
Musikalische Einstudierung: Eline Brys, Alma Shaikimova, Markus Lafleur

Lean Branchista: Susann Vent-Wunderlich
Sennor Esteban: James Edgar Knight
Semjin: Jan Friedrich Eggers
Arankan: Aljoscha Lennert
Tschechow: Rhys Jenkins
Der alte Guranoff: Erik Rousi
Anschutka: Olga Privalova
Rosenberg: Mark Hamman
Rosette: Julie Sekinger
Maoni: Elena Soares da Cruz, Chihiro Meier-Tejima
Inquia: Kanako Nakamura, Kathrin Brauer
Kapitän: Seokwon Oh
Erster Matrose: Stefan Kreimer
Zweiter Matrose: Silvio Heil
Matrosenstimme: Jong-Bae Bu 

Opernchor des Theaters Osnabrück
Extrachor des Theaters Osnabrück
Osnabrücker Symphonieorchester