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KRIEGERINNEN

Uraufführung / Ron Zimmering

Ich liebe mein Land. Du erkennst mich vielleicht nicht, aber ich bin überall. In jedem Dorf, in der Stadt, im ganzen Land. Osten, Westen, Norden, Süden. Im nächsten Zugabteil, im Garten deines Nachbarn, in deinem eigenen Wohnzimmer. Alles wird sich ändern, denn ich bin viele. Es ist Krieg. Und da ist alles erlaubt. Aber wir müssen euch enttäuschen. Wir sind keine Nazis. Wir sind rechts, das stimmt. Wir mögen Deutschland, das stimmt auch. Aber nennt uns deswegen doch bitte nicht gleich Nazis.“ KRIEGERIN, Film von David Wnendt


Es ist etwas am Kochen, es greift um sich. Nicht nur die vermeintlichen Verlierer*innen unserer Gesellschaft fühlen sich angesprochen. Ein immer größerer Teil unserer Mitte wandert nach rechts ab. Dabei wird kaum wahrgenommen, dass Frauen als fanatische Gesinnungsträgerinnen einen bedeutenden Teil der Szene ausmachen. Frauen treiben die rechte Ideologie aktiv mit voran. Immer häufiger kommt ihnen in der Szene eine strategische Schlüsselrolle zu. Immer häufiger sind sie in sozialen Berufen aktiv. Sie sind Lehrerinnen, Kindergärtnerinnen, sie engagieren sich als Elternsprecherinnen. Was interessiert Frauen daran, sich in einer Szene, die ein traditionelles, konservatives Frauenbild im Geiste des Nationalsozialismus propagiert, zu radikalisieren? Wie profitieren sie davon? Was sagen sie selbst dazu?


Basierend auf Interviews, Recherchen und persönlicher Auseinandersetzung taucht KRIEGERINNEN tief ein in die Mechanismen der Verführung von rechts und fragt uns, wieviel Nazi in uns steckt.


BESETZUNG

Inszenierung Ron Zimmering
Bühne Ute Radler
Kostüme Benjamin Burgunder
Dramaturgie Marie Senf
Theaterpädagogische Betreuung Sophia Grüdelbach

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