Auf dem Rasen

HAKIM BAH

Deutschsprachige Erstaufführung
Schauspiel ・emma-theater
Dauer ca. 1 Stunde 10 Minuten

"Ein faszinierendes Stück, ein Überzeugendes Regiekonzept und mitreißende Schauspieler"

-Birgit Schütte, NDR-Kultur

Ein Kommandant befiehlt der Gefreiten, die demonstrierende Bevölkerung abzuschlachten. Ohne Rücksicht auf Verluste müsse dem Volk gezeigt werden, wer das Sagen hat. Die Gefreite wird den Massen jedoch nicht Herr, so dass sich der Kommandant selber ins Gefecht wirft und dabei ohne Erbarmen mordet und schlachtet. Die Revolution ist schließlich besiegt, doch die Entgleisungen des Kommandanten sind jenseits des Entschuldbaren. Die Gefreite weigert sich, seine Schuld auf sich zu nehmen, denn sie ist davon überzeugt, dass er sich für seine Taten selbst verantworten muss. Ein letzter Kampf beginnt.

WeiterlesenAuf dem Rasen betrifft die jüngste Geschichte Guineas und die Erinnerung an die Diktatur von Sékou Touré. Hakim Bah erzählt von einem Krieg, der seit Generationen durch das Land zieht. Die Sprache seines Theaters ist fremd. Ein mächtiges Spektakel, sperrig und aufregend. Es ist ein Rausch, der lustvoll in einen Abgrund schaut. Ein absurder Höllenspuk von Macht und Ohnmacht, durchstrahlt von einer bedrohlichen Härte, die an die Grenzen des Menschlichen schrammt. Wohin führt das Ganze? Kann es je ein Ende geben?

EINFÜHRUNGEN
Jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn finden zu dieser Inszenierung Einführungen im emma-Foyer statt. 

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„Wenn der Osnabrücker Schauspieler Mario Lopatta mit staunenswerter Akrobatik, theatralisch aufgerissenen Augen und feixendem Grimassieren die Gräueltaten schildert, erinnert das […], an Horror und derbe Komik grotesker Kriminal- und Gruselstücke. [...] Einen geglückten Kontrapunkt setzt Laila Richter mit ihrer Gefreiten. Ihre kraftvolle Ruhe und Klarheit tun dem Bühnenspiel gut.“ - Christine Adam, NOZ

„Tim Egloff ist da allerdings konsequent einen Schritt weitergegangen. Seine bewunderns- und bedenkenswerte Analyse hat Wucht, Gewicht und Plausibilität und setzt das erste Drama des in Frankreich lebenden Hakim Bah ins verdiente Licht.“ - Christine Adam, NOZ

„Laila Richter und Mario Lopatta spielen sie in der Probe mit vielen Facetten, Sie mit einem unnachahmlichen Mienenspiel, die Augen drücken aus, was sie denkt. Er hat eindeutig viel zu viel Kraft und ist ein Spielkind, dass mit einer scharfgeladenen Waffe unterwegs ist.“ - Birgit Schütte, NDR-Kultur

ES SPIELEN
Kommandant Fick-Schiss: Mario Lopatta 
Gefreite: Laila Richter
Chorführerin: Hannah Hupfauer
Frauenchor: Statisterie des Theater Osnabrück:
Zoe Rentmeister, Johanna Wittbrodt, Rebekka Möller, Doerthe Loske


TEAM
Inszenierung: Tim Egloff
Bühne und Kostüme: Sina Barbra Gentsch
Dramaturgie: Leila Etheridge
Regieassistenz, Abendspielleitung: Jamie Trautmann
Theatervermittlung: Sophia Grüdelbach, Dietz-Ulrich von Czettritz
Inspizienz: Moritz Tullney
Technische Leitung: Andreas Klingenberg, Sebastian Siepelmeyer
Bühnentechnik: Lutz Plümer, Jürgen Tepe
Beleuchtung und Tontechnik: Dieter Hallmann, Ludger Wamhoff
Auszubildende Veranstaltungstechnik: Charlene Brass, Jasper Coelen
Requisite: Leonie Holtkamp
Maske: Bärbel Albrecht
Garderobe Damen: Nadja Hielscher
Garderobe Herren: Christian Schmidtke

Aus dem Französischen von Claudius Lünstedt

Was gespielt wird

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