Peter van Pels und Anne Frank tanzen

Peter van Pels

Oper von Anno Schreier

Uraufführung
Auftragswerk des Theater Osnabrück
Libretto von Joscha Schaback
Mit deutschen Übertiteln

Theater am Domhof
Premiere: 19.09.2026
Aufführungsdauer: ca. 1. Stunde, 15 Minuten, keine Pause
Einführung: 30 Minuten vor Beginn

 

„Die Inszenierung dieser Oper durch Ulrich Mokrusch ist emotional überwältigend und wird vom Publikum mit minutenlangem Applaus belohnt.“

- Kerstin Broszat, Osnabrücker Rundschau

Osnabrück 1937: Die Familie van Pels aus der Martinistraße beschließt, aufgrund der zunehmenden Repressalien gegen Juden, Deutschland gen Niederlande zu verlassen. Doch mit der deutschen Besatzung ab 1940 wird auch dort das Leben für jüdische Bürger lebensbedrohlich. Gemeinsam mit der Familie Frank beziehen sie das Versteck im Hinterhaus der Prinsengracht 263. Die Zeit dort wird für die Bewohner zur Zerreißprobe; der Wunsch nach Vertrauen und Liebe für die beiden heranwachsenden Kinder Anne und Peter überlebenswichtig. Sie verlieben sich ineinander.

Nach mehr als 2 Jahren wird das Versteck am 4. August 1944 von der Sicherheitspolizei gestürmt und die Bewohner nach Auschwitz deportiert. Während Annes Vater den Holocaust als einziger überlebt, stirbt Peter van Pels 1945 im Konzentrationslager Mauthausen, wenige Tage nach dessen Befreiung, mit 18 Jahren.

Am 8. November 2026 jährt sich sein Geburtstag zum hundertsten Mal. Anlass genug, um dem Sohn Osnabrücks und stillem Vertrauten Anne Franks im Namen hunderttausend anderer junger Menschen, die durch die Nationalsozialisten um ihr Leben gebracht wurden, zu erinnern. Der Komponist Anno Schreier hat zusammen mit seinem Librettisten Joscha Schaback im Auftrag des Theater Osnabrück eine Oper geschaffen, die Peters kurze und bewegende Lebensgeschichte erzählt und sich an ein Publikum ohne Altersgrenzen wendet.

 

Warum sollten wir uns in diesen Zeiten keinen Kuss geben?

Anne Frank, Tagebucheintrag 17. April 1944

 

Mehr zu Peter van Pels finden Sie auf der Website des Anne Frank house.

16.10.2026 Fr. 19:30
18.10.2026 So. 15:00
25.10.2026 So. 19:30
08.11.2026 So. 19:30
26.11.2026 Do. 19:30
04.12.2026 Fr. 19:30
18.12.2026 Fr. 19:30

RAHMENPROGRAMM:

Audiowalk: Auf den Spuren von Peter van Pels

ca. 2km, Startpunkt am Theater Osnabrück oder der Touristinfo, mit dem eigenen Smartphone, Eintritt frei

Matinee: Peter van Pels, ein Osnabrücker Junge:
So. 11.10.2026, 11:00 Uhr · Synagoge der Jüdischen Gemeinde Osnabrück

mit Kammermusik, Lesung aus dem Tagebuch der Anne Frank, Ausschnitten aus der Oper Peter van Pels, Eintritt frei

Matinee: 100. Geburtstag von Peter van Pels:
So. 08.11.2026, 11:30 Uhr · Theater am Domhof

mit der Jüdischen Gemeinde Osnabrück, Gertjan Broek vom Anne Frank house, Schüler:innen der Gesamtschule Schinkel und des Gymnasium in der Wüste sowie Ensemblemitgliedern, im Anschluss koscheres Buffet

Nachgespräch mit einer Holocaust-Überlebenden
So. 08.11.2026, ca. 21:00 Uhr

Im Anschluss an die Vorstellung der Oper haben Sie die Möglichkeit, mit der Zeitzeugin Eva Weyl ins Gespräch zu kommen. 

Auf den Spuren der Osnabrücker Familie van Pels:
So. 29.11.2026, 11:00 Uhr 

Eine kostenlose Führung mit Martina Sellmeyer zu den Lebensstationen der jüdischen Familie van Pels in Osnabrück. Anmeldung über die vhs.

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Trailer

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Kantinen-Talk mit Regisseur Ulrich Mokrusch und den zwei Sängerinnen Susanna Edelmann und Florian Wugk

"Kein Opfer, sondern ein Mensch": Oper Peter van Pels in Osnabrück - Vorbericht mit Audioausschnitten aus der Oper

Peter van Pels: Osnabrück widmet Anne Franks erster Liebe eine Oper - Interview mit Intendant und Regisseur Ulrich Mokrusch

„Der Meister der Stilvielfalt Anno Schreier hat […] eine illustrative, mit Zitatschnipseln versehene Musik verfasst, die den jeweiligen Szenen angemessen ist.“

„Die Titelrolle wird von Florian Wugk überzeugend gesungen und gespielt. Er ist tatsächlich der schüchterne Lulatsch, dem seine tänzerischen Fähigkeiten zugutekommen. Dazu besitzt er einen schönen, klaren und hellen Tenor – ideal für einen jugendlichen Liebhaber.“

- Bernhard Stoelzel, Der Opernfreund

 

„Und gerecht geworden sind Komponist Anno Schreiber und Librettist Joscha Schaback dem Thema mit einer beeindruckenden Umsetzung, die zusätzlich durch die wunderbare Ensemble- und Chorleistung und die düstere Bühnengestaltung verstärkt wird.“

- Kerstin Broszat, Osnabrücker Rundschau

 

„Anno Schreiers Musik trägt, unterstreicht, konterkariert zuweilen die Szenen – hier Pop-Anklänge, da Modernes, hier Swing, da ein Hauch Hanns Eisler. So abwechslungsreich wie die Schlaglichter auf Peters Leben. So wechselhaft wie das Leben zwischen 15 und 18 – himmelhoch jauchzend, am Boden zerstört. Umso mehr trifft es, dass diese Leben ausgelöscht werden, als sie gerade beginnen könnten"

- Martin Ellerich, Westfälische Nachirchten

Komponist: Anno Schreier
Libretto: Joscha Schaback

Peter van Pels: Florian Wugk
Anne Frank: Susanna Edelmann
Auguste van Pels: Susann Vent-Wunderlich
Otto Frank: Jan Friedrich Eggers

Opernchor und Extrachor des Theater Osnabrück, Osnabrücker Symphonieorchester , Statisterie und Kinderstatisterie des Theater Osnabrück

Musikalische Leitung: Benjamin Huth
Nachdirigat: Markus Lafleur
Inszenierung: Ulrich Mokrusch
Bühne und Kostüme: Timo Dentler, Okarina Peter
Licht: Julian Rickert
Choreinstudierung: Sierd Quarre
Dramaturgie: Juliane Piontek

Regieassistenz und Abendspielleitung: Sophia Winona Ackermann · Inspizienz: Stephanie Schümann · Studienleiter: Markus Lafleur · Musikalische Einstudierung: Cecile Sagnier, Alfred Chen · Ausstattungsassistenz: Yunnai Zhang · Theatervermittlung: Joanna Willenbrink

Technischer Leiter: Clements Michelfeit · Bühnenmeister: Sasha Niebuhr · Beleuchtung: Dirk Priggemeyer · Ton: Tim Klöpper · Requisite: Kira Strohschnieder, Michael Janus · Maske: Ina Bollien, Klara Euler, Andrea Jasper, Silke Ludger, Luna Kröber · Damenschneiderei: Jana Janzen, Birgitt Tabor · Herrenschneiderei: Tatjana Schwab, Arthur Schwab · Dekorationswerkstätten: Tischlerei, Schlosserei, Polsterei, Malsaal und Theaterplastik

Fotos: Bettina Stöß, Header: Jane Jachens

Anno Schreier, Jahrgang 1979, studierte bei Manfred Trojahn Komposition und war Meisterschüler von Hans-Jürgen von Bose. Seine Werke werden weltweit aufgeführt. Dabei hat er sich vor allem als Opernkomponist einen Namen gemacht, dessen Gespür für theatralische Sinnlichkeit und Vielfalt der musikalischen Stilistik gerühmt wird. Gerade bei Werken für junges Publikum arbeitet er gern mit einem Konglomerat aus unterschiedlichsten Musikformen und einem ständigen Nebeneinander von Ernst und Unterhaltung, Komik und Tragik.

Joscha Schaback ist studierter Germanist, Theater und Musikwissenschaftler. Er schreibt und übersetzt Opernlibretti sowie Texte für Kinderkonzerte und ist Autor zahlreicher Essays, Kritiken und Kurzgeschichten in diversen Printmedien. Zurzeit ist er auch als Dramaturg beim Schott Musikverlag tätig.

Der Probenprozess zur Urauffühung von „Peter van Pels“ wird gerade mit großem Interesse und Engagement von mehreren Schulen der Stadt begleitet. Neben über 2000 verkauften Karten allein an Schülerinnen und Schulen begleiten gerade 4 Expert:innenklassen den Probenprozess zur Oper, eine auch als Premierenklasse. Die Klassen besuchen Probebühnenproben, Bühnenproben, Orchesterproben und erleben mit szenischen Workshops und Treffen mit u.a. dem Komponisten der Oper eine intensive Auseinandersetzung sowohl mit der künstlerischen Arbeit als auch dem vollen Umfang der inhaltlichen Tragweite.

Zusatzmaterial zur Vor- und Nachbereitung finden Lehrer:innen und Pädagog:innen in unserer TaskCard.

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